AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für SaaS-Dienstleistungen (B2B)

Inhaltsverzeichnis

  1. Geltungsbereich

  2. Vertragsgegenstand und Leistungsumfang (Abhängigkeit von Plattformen)

  3. Vertragsschluss

  4. Preise und Zahlungsbedingungen

  5. Nutzungsrechte und Lizenz

  6. Mitwirkungspflichten / Haftung für Account-Sperrungen & KI

  7. Verfügbarkeit und Wartung

  8. Gewährleistung (Mängelhaftung)

  9. Haftung und Freistellung

  10. Laufzeit und Kündigung

  11. Schlussbestimmungen


1) Geltungsbereich

1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) der 360Weare UG (haftungsbeschränkt) (nachfolgend „Anbieter“), gelten für alle Verträge über die Nutzung der vom Anbieter bereitgestellten Software-as-a-Service (SaaS) Lösungen (nachfolgend „Software“), die ein Unternehmer (nachfolgend „Kunde“) mit dem Anbieter abschließt.

1.2 Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern (§ 13 BGB) ist ausgeschlossen.

1.3 Es gelten ausschließlich diese AGB. Entgegenstehende oder von diesen AGB abweichende Bedingungen des Kunden erkennt der Anbieter nicht an, es sei denn, er hat ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt.

2) Vertragsgegenstand und Leistungsumfang (Plattform-Abhängigkeit)

2.1 Der Anbieter stellt dem Kunden eine webbasierte Software für Social Media Automation (inkl. KI-gestützter Content-Erstellung) zur Nutzung über das Internet bereit. Die Software verbleibt auf den Servern des Anbieters (SaaS).

2.2 Der Funktionsumfang ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung auf der Website bzw. dem gewählten Abo-Paket zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses.

2.3 Abhängigkeit von Drittplattformen: Die Software interagiert über Schnittstellen (APIs) mit sozialen Netzwerken (z.B. Instagram, LinkedIn, Facebook). Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin, dass er keinen Einfluss auf die Verfügbarkeit, die technische Ausgestaltung oder die Nutzungsbedingungen dieser Plattformen hat.

2.4 API-Änderungen und Ausfälle: Sollte eine Plattform ihre API ändern, einschränken oder abschalten, oder sollte die Plattform selbst technisch ausfallen, sodass die Software ihre Funktion nicht oder nur eingeschränkt erfüllen kann, stellt dies keinen Mangel der Software dar. Der Anbieter haftet nicht für Funktionsausfälle, die auf Änderungen oder Störungen im Machtbereich der Plattformbetreiber (Drittanbieter) zurückzuführen sind.

3) Vertragsschluss

3.1 Die Darstellung der Software-Pakete im Online-Shop stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Bestellung dar.

3.2 Durch Anklicken des Buttons „Zahlungspflichtig abonnieren“ (oder einer entsprechenden eindeutigen Beschriftung) gibt der Kunde ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Nutzungsvertrages ab.

3.3 Der Vertrag kommt zustande durch die Freischaltung des Zugangs durch den Anbieter oder durch eine ausdrückliche Auftragsbestätigung per E-Mail.

4) Preise und Zahlungsbedingungen

4.1 Alle angegebenen Preise sind Nettopreise und verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

4.2 Die Nutzungsgebühr ist – je nach gewähltem Modell – monatlich oder jährlich im Voraus fällig.

4.3 Die Zahlung erfolgt über die im Bestellprozess angebotenen Zahlungsmethoden. Der Kunde stimmt zu, dass die fälligen Beträge automatisch eingezogen werden (Wiederkehrende Zahlungen).

4.4 Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Software bis zum Ausgleich der offenen Forderungen vorübergehend zu sperren. Die Zahlungsverpflichtung bleibt hiervon unberührt.

5) Nutzungsrechte und Lizenz

5.1 Der Kunde erhält das nicht-ausschließliche, zeitlich auf die Vertragslaufzeit beschränkte, nicht übertragbare Recht, die Software für eigene interne Geschäftszwecke zu nutzen.

5.2 Der Kunde wird nicht Eigentümer der Software.

5.3 Es ist dem Kunden untersagt, die Software zu vervielfältigen, zu dekompilieren (Reverse Engineering) oder Dritten zur Nutzung zu überlassen.

6) Mitwirkungspflichten / Risiko bei Account-Sperrungen & KI

6.1 Der Kunde ist für die Sicherung seiner Zugangsdaten verantwortlich.

6.2 Einsatz von KI und Automatisierung: Der Kunde ist sich bewusst, dass die Software Inhalte automatisiert und teilweise mittels Künstlicher Intelligenz (KI) generiert und veröffentlicht. Es obliegt dem Kunden, die generierten Inhalte regelmäßig zu überwachen.

6.3 Haftungsausschluss bei Account-Sperrungen: Die Nutzung von Automatisierungs-Tools („Bots“) und KI-Inhalten unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen Social-Media-Plattformen, die sich jederzeit ändern können. Die Nutzung der Software erfolgt auf eigenes Risiko des Kunden. Der Anbieter übernimmt keine Haftung für die Einschränkung, das „Shadow-Banning“, die vorübergehende Sperrung oder die dauerhafte Löschung des Social-Media-Accounts des Kunden durch die Plattformbetreiber. Dies gilt auch dann, wenn die Sperrung auf das Posting-Verhalten der Software zurückzuführen ist.

6.4 Der Kunde stellt sicher, dass die geposteten Inhalte nicht gegen geltendes Recht verstoßen.

7) Verfügbarkeit und Wartung

7.1 Der Anbieter gewährleistet eine Verfügbarkeit der Software-Infrastruktur von 98% im Jahresmittel.

7.2 Davon ausgenommen sind Zeiten, in denen der Server aufgrund von Problemen, die nicht im Einflussbereich des Anbieters liegen (z.B. höhere Gewalt, Ausfall von Amazon AWS/Hosting-Providern, DDoS-Angriffe), nicht zu erreichen ist.

8) Gewährleistung (Mängelhaftung)

8.1 Es gelten die gesetzlichen Regelungen des Mietrechts, mit folgenden Einschränkungen:

8.2 Ein Mangel liegt nur vor, wenn die Software nicht die vertraglich vereinbarten Funktionen erfüllt. Eine Funktionsgarantie für den wirtschaftlichen Erfolg (z.B. Reichweite, Leads) wird nicht übernommen.

8.3 Die verschuldensunabhängige Haftung für anfängliche Mängel (§ 536a Abs. 1 BGB) wird ausgeschlossen.

9) Haftung und Freistellung

9.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Personenschäden.

9.2 Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.

9.3 Ausschluss für Drittplattformen: Eine Haftung des Anbieters für Schäden, die dem Kunden durch die Nichtverfügbarkeit oder Änderung der APIs von Social-Media-Plattformen oder durch die Sperrung von Accounts auf diesen Plattformen entstehen, ist ausgeschlossen (siehe Ziffer 2.4 und 6.3).

9.4 Freistellung: Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die diese aufgrund der Nutzung der Software durch den Kunden gegen den Anbieter geltend machen.

10) Laufzeit und Kündigung

10.1 Die Vertragslaufzeit richtet sich nach dem im Bestellprozess gewählten Paket.

10.2 Das Abonnement verlängert sich automatisch um die jeweils vereinbarte Laufzeit, wenn es nicht fristgerecht gekündigt wird.

10.3 Die Kündigungsfrist beträgt:

  • bei monatlicher Zahlung: 1 Tag zum Ende der Laufzeit.

  • bei jährlicher Zahlung: 30 Tage zum Ende der Laufzeit.

10.4 Die Kündigung kann direkt im Kundenkonto oder per E-Mail erfolgen.

11) Schlussbestimmungen

11.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.

11.2 Ausschließlicher Gerichtsstand ist der Geschäftssitz des Anbieters.

11.3 Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam sein, so bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.

Stand der AGB: 01.01.2026

Alternative Streitbeilegung gemäß Art. 14 Abs. 1 ODR-VO und § 36 VSBG:

Zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle sind wir nicht verpflichtet und nicht bereit.